Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahlden 2017

Fehlalarme werden zum großen Ärgernis
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahlden

Mit kritischen Worten begrüßt Ortsbrandmeister Mario Müller die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahlden. Mangelnde Dienstbeteilung und elf Fehlalarme einer (!) Brandmeldeanlage waren für Müller im vergangenen Jahr ein großes Ärgernis. „Wir müssen einsatzbereit sein! Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit! Der Hilfesuchende erwartet unsere Hilfe. Das geht nur mit einer guten Ausbilung. Es darf aber auch nicht sein, dass auf Kosten der Ehrenamtlichen Wartungs- oder Optimierungskosten von Brandmeldeanlagen eingespart werden.“, ermahnte der Ortsbrandmeister.
Gleich am zweiten Tag des neuen Jahres 2016 wurde die Ahldener Feuerwehr zu einem brennenden Adventsgesteck gerufen. Nach einem brennenden Topf auf einem Herd in Hodenhagen und einem Heckenbrand in Ahlden, folgte der wohl ungewöhnlichste Schornsteinbrand der örtlichen Feuerwehrchronik: Sechs Stunden waren die freiwilligen Helfer im Einsatz, einen Schornsteinbrand in Grethem unter Kontrolle zu bekommen. Im Jahresverlauf folgten noch ein überhitzter Wasserkocher und ein brennender LKW in der Ahldener Einsatzstatistik. Insgesamt wurden die 40 Ehrenamtlichen zu 14 Hilfeleistungen und 17 Brandeinsätzen alarmiert.
Bei 77 Einsätzen und Diensten leisteten die Ehrenamtlichen insgesamt 2402 Stunden freiwillige und unbezahlbare Arbeit. Hierbei sind Lehrgänge, Dienstvorbereitungen, Besprechungen und Sitzungen im Ortskommando, die Arbeit der Gerätewarte zur Pflege der Fahrzeuge und Ausrüstungen, einschließlich des Feuerwehrhauses und der Außenanlage noch nicht einmal eingerechnet.

Auch hinter der Ahldener Jugendfeuerwehr liegt ein Jahr voller Spiel, Spaß und Feuerwehr. Die zehn Mädchen und fünf Jungen verbrachten eine tolle Woche im Kreiszeltlager in Bad Fallingbostel, nahmen an Wettbewerben teil und unterstützten die aktive Wehr bei Veranstaltungen im Ort. Auch ein Weihnachtsbaumverkauf wurde organisiert und war ein voller Erfolg. Jugendwart Andre Eggeling berichtete stolz, dass vier Jugendfeuerwehrmitglieder die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr, die Leistungsspange, verliehen bekommen haben. Eggeling dankte am Ende seines Berichtes allen Aktiven und dem Förderverein für verlässliche Unterstützung und hofft, dass mehr Kinder und Jugendliche den Weg in die Jugendfeuerwehr finden.

Im Rahmen der Versammlung wurde Michael Gronau zum Gerätewart gewählt, Sascha Kochius wird ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Vanessa Edler und Jennifer Edler wurden von Ortsbrandmeister Müller zur Feuerwehrfrau befördert, Justin Schwarz zum Feuerwehrmann. Alle drei haben in 2016 erfolgreich den Lehrgang „Truppmann Teil 1“ absolviert. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde die stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin Jovita Gronau-Korz befördert. Sven Kothe darf sich nun Oberfeuerwehrmann nennen. Lukas Bösche wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Lydia Hoffmann, Josefine Kothe und Raffael Ahlden absolvierten verschiedene Lehrgänge auf Kreisebene. Auf Landesebende bildeten sich Lukas Bösche, Sven Kothe und Mario Müller weiter. Edith Mahler wurde im Rahmen der Versammlung für die jahrelange Unterstützung bei der Raumpflege im Feuerwehrhaus einen Präsentkorb überreicht, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön.

Die Gäste aus Rat und Verwaltung und der Kreisfeuerwehr hatten viele lobende und dankende Worte für die Arbeit in der Ahldener Feuerwehr. Besonderer Dank für Verständnis und Unterstützung geht insbesondere an die Familien der Feuerwehrkameradinnen und Kameraden.

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