Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hodenhagen 2018


Heinrich Ravens erhält Ehrenabzeichen in Gold

 
Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen

Hodenhagen (lip). Sie sind fast immer die ersten, die an einer Unfallstelle ankommen. Aber die letzten, die wirklich helfen: die Gaffer und Handy-Fotografen, die in ihrer Sensationslust Bilder von Verletzten oder geschrotteten Fahrzeugen machen, ohne auch nur einen Finger zur Rettung rühren. Und oftmals sogar die Einsatzkräfte derart behindern, dass diese gar nicht helfen können. „Das darf einfach nicht sein“, unterstrich Achim Ueltzen jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hodenhagen.

Im Saal des Hotels Michel & Friends wetterte der Ortsbrandmeister weiter: „Dieses Problem wird immer größer. So etwas wie in der Silvesternacht, als Rettungskräfte sogar tätlich angegriffen worden sind, darf sich nicht wiederholen. Das ist kein Kavaliersdelikt und muss bestraft werden.“ Er warf die Frage auf, welche freiwilligen Einsatzkräfte sich solchen Gefahren noch aussetzen wollen?

Dabei können die Verantwortlichen der Wehr auf insgesamt 53 aktive Feuerwehrleute zurück greifen. Und auch für den Nachwuchs mit 17 Mitgliedern in der Jugend- und 27 in der Kinderfeuerwehr ist gesorgt. Dazu Jugendleiter Hergen Braasch: „Der Nachwuchs ist die Zukunft für die Feuerwehr. Ohne sie kann eine Wehr nicht existieren.“ Braasch und seine Mitstreiter führen die Jugendlichen mit Lehrgängen, Übungen, Einsätzen für den Umweltschutz aber auch mit Spaß beim Zeltlager oder auch der Teilnahme beim Osterfeuer an den Einsatz bei der aktiven Wehr heran. Und auch die im Oktober 2016 gegründete Kinderfeuerwehr mit 27 Mitgliedern zählt zur hervorragenden Nachwuchsarbeit in Hodenhagen.

Denn die Feuerwehrleute „brauchen eine gute Ausbildung, um im Ernstfall gut gerüstet zu sein“, wie es Abschnittsleiter Richard Meyer und Samtgemeinde-Brandmeister Alexander Prenzel fast unisono propagierten. Die Hodenhagener wurden im verganegnen Jahr zu Einsätzen bei Verkehrsunfällen, Bränden oder auch umgestürzten Bäumen und deren Beseitigung gerufen. „Ein vielfältiges Aufgabengebiet“, wie es Prenzel bemerkte. „Da muss man schon gut ausgebildet sein, um richtig helfen zu können.“

Eine besondere Ehre wurde dann Heinrich Ravens zuteil. Denn der 63-Jährige erhielt für seine 50-jährige Mitgliedschaft und seiner Verdienste für das Feuerwehrwesen das Verdienstabzeichen in Gold. Auch Norbert Singpiel, lange Jahre auch Ortsbrandmeister, wurde aufgrund seiner langjährigen Dienstzeit ausgezeichnet.

Weitere Ehrungen erhielten zudem Elisabeth Kassens, Christina Noack und Hanna Freidrich für ihre Mitarbeit bei der Betreuung der Kleinen in der Kinderfeuerwehr sowie Sabine Prenzel für die Organisation und Durchführung der Fahrt nach Oslo und Annika Seite für die Planung und Durchführung des Balls in der Aller-Meiße-Halle unter dem Motto „Blaulicht“.

Weiterhin wurden Leo Müller, Rene Ralf (beide zu Feuerwemännern) und Uwe Nippoldt zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert. Hergen Braasch, Martin Ralf (beide Löschmeister) sowie Markus Frack (Oberlöschmeister) tragen jetzt neue Schulterklappen.

Seit einiger Zeit werden zudem Ehrungen für die höchste Dienstbeteiligung ausgesprochen. Diesmal war es Daniela Schmidt, die die meisten Dienste (112,17 Stunden) verrichtete. „Nicht zu vergessen die 292,5 Stunden für die Jugendfeuerwehr“, ergänzte Ortsbrandmeister Ueltzen. Eine weitere Ehrung ergab sich aus der Kombination von Dienst- und Einsatzbeteiligung, die Uwe Nippoldt (128,48 Stunden) erhielt.

Bei den Wahlen wurden von den Mitgliedern Stefan Leseberg als Atemschutzgerätewart und Matthias Seite als Sicherheitsbeauftragter einstimmig bestätigt.

Zum Thema des neuen Standortes der Feuerwehr äußerten sich Samtgmeinde-Bürgermeister Carsten Niemann und Ortbürgermeister Karl-Gerd Tamke übereinstimmend: „Wir müssen das Schallgutachten abwarten, damit wir weitere Schritte einleiten können“, so Niemann. Und Tamke ergänzte: „Für den neuen Standort muss der Bebauungsplan geändert werden. Das werden wir tun, denn wir brauchen die Feuerwehr auch weiterhin in der Stadt.“

Text: Walsroder Zeitung / Lippert

Fotos: Feuerwehr

Heinrich Ravens erhielt das Verdienstabzeichen in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft

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