Übungsdienst Riethagenhof

Für die Feuerwehren ist stetiges Üben und Ausbildung wichtig. Umso wichtiger ist es, auch an ortstypischen Einsatzszenarien zu üben - wie kürzlich im Seniorenwohnheim "Riethagenhof" in Hodenhagen. Gern wurde die Einladung des Riethagenhofs aufgeriffen, die Räumlichkeiten einmal näher kennenzulernen.

Das Einsatzszenario für den gemeinsamen Ausbildungsdienst der Feuerwehren Hodenhagen, Ahlden und Eickeloh: Feuer in einem Bewohnerzimmer und eine unbekannte Anzahl an vermissten Personen. Leiter dieses Ausbildungsdienstes und Ortsbrandmeister von Hodenhagen Achim Ueltzen teilte die drei Ortswehren ein. Wichtig war hier neben der schnellen Brandbekämpfung die zügige Evakuierung des Gebäudes. Hierzu wurden versuchsweise Dreier- statt wie sonst üblich Zweiertrupps gebildet, um eine effektive Personensuche und Rettung der oftmals gehandycapten Seniorenheimbewohner zu gewährleisten. Da man das Gebäude nicht - wie sonst bei Übungen üblich - künstliche vernebeln konnte, da dies die Brandmeldeanlage ausgelöst hätte, ging man im Dunkeln vor, um möglichst realitätsnah zu vorzugehen. Der vermeintliche Brandherd im 1. Obergeschoss wurde schnell lokalisiert und "gelöscht", parallel suchten drei Trupps nach den von Pflegekräften gespielten Heimbewohnern. Insgesamt acht Personen wurden, teilweise auf Rettungstragen liegend, teilweise in ihren Rollstühlen in Sicherheit gebracht. Acht Pflegekräfte stellten die zu rettenden Heimbewohner dar. Als Erweiterung des Übungsszenarios musste ebenfalls ein Feuerwehrkamerad in kompletter Atemschutzmontur aufgrund einer "Notlage" aus dem Gebäude getragen werden.
Nach Beendingung der Ausbildungsübung lud der Riethagenhof die 35 ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus Hodenhagen, Ahlden und Eickleoh zu erfrischenden Kaltgetränken ein. Das Resümee des Gemeindebrandmeisters Alexander Prenzel war überzeugend positiv. "Ich habe gesehen, dass Einsatzabläufe und -taktik absolut passen und einen guten Ausbildungsstand zeigen." so Prenzel.

 

Login Form