Jahreshauptversammlung der FFW Hodenhagen

"Über den Tellerrand blicken und mal etwas Neues ausprobieren" - das beschrieben die einleitenden Worte vom Ortsbrandmeister Achim Ueltzen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hodenhagen. Und genau das lebt die Hodenhagener Feuerwehr schon viele Jahre. Sei es durch die Mitarbeit bei der Kreisfeuerwehrbereitschaft "Umwelt", durch Tätigkeiten in der Kreisausbildung und "Technischen Einsatzleitung" oder durch die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren innerhalb des Heidekreises und darüber hinaus, wie z.B. mit der seit Jahren befreundeten Feuerwehr Banteln aus dem Landkreis Hildesheim.2014 01 Jahreshauptversammlung Hodenhagen

Hierdurch summierten sich neben Sitzungen und  Versammlungen 64 Arbeits- und Ausbildungsdienste und 46 Einätze, sowie eine Einsatzübung an der Hodenhagener Brinkanlage zu insgesamt 220 Terminen im Jahr 2013. Der Ortsbrandmeister bedankte sich bei allen 52 Aktiven, insbesondere seinem Stellvertreter Alexander Prenzel, sowie den Gruppenführern für die Teilnahme an all diesen Terminen.
Dem Samtgemeindebürgermeister Heinz Günter Klöpper, Rat und Verwaltung, Feuerwehrschutzausschuß, Bürgermeister Karl-Gerd Tamke und nicht zuletzt Gemeindebrandmeister Thomas Zimmermann sprach Achim Ueltzen seinen Dank für Unterstützung und offene Ohren aus. Auch die Nachbarwehren, insbesondere Ahlden und Eickeloh, die fester Bestandteil der Alarm- und Ausrückordnung sind, dankte der Ortsbrandmeister ebenso wie der Feuerwehr Krelingen, die Hodenhagen mit einer gewissen Regelmäßigkeit mindestens einmal im Jahr an einer Einsatzstelle zur Seite steht.kl DSC 0572
Das Thema Aus- und Fortbildung wird in Hodenhagen großgeschrieben. So wurden im vergangenen Jahr 25 Lehrgänge in Schneeheide, Soltau und Loy bei Oldenburg besucht, die allesamt bestanden wurden. Philip Tarlton absolvierte seinen Truppmann 2 - Lehrgang mit Höchstpunktzahl, Ann Marie Czech bestand ihren Sprechfunkerlehrgang und Matthias Seite seinen Maschinistenlehrgang mit 14,75 von maximal 15 Punkten.

Zur Mitgliederwerbung überlegte man sich eine medienwirksame Aktion über die sogar Radio FFN berichtete und ein Interview sendete. An drei typischen Einkaufssamstagen tätigten jeweils zwei Feuerwehrmitglieder ihren normalen Wochenendeinkauf im örtlichen EDEKA-Markt. Die Besonderheit: Eingekauft wurde in voller Feuerwehr Einsatzmontur, u.a. sogar im Chemieschutzanzug. Das brachte neben einer Mischung aus Unsicherheit und maximaler Aufmerksamkeit anderer Supermarktkunden leider keine unmittelbar neuen aktiven Mitglieder. Vielen Bürgern ist oftmals gar nicht bewusst, dass die Feuerwehren außerhalb von Großstädten immer aus ehrenamtlichen Freiwilligen bestehen, die eben nicht den ganzen Tag im Feuerwehrhaus sitzen und auf einen Einsatz warten. Die Feuerwehr kommt halt, wenn man sie ruft...

Und das Einsatzspektrum war im Jahr 2013 vielfältig: Ein umgestürzter Baum in einer Autobahnauffahrt und auf Telefonleitungen, Amtshilfe für die Polizei, eine von einem Gebäudedach zu springen drohende Person, Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, Bergen ertrunkener Schafe, Versorgung stehender Gewässer zur Vermeidung von Fischsterben wegen Sauerstoffmangels und auslaufender Kraftstoff nach Verkehrsunfällen. Nicht zu vergessen die umgesetzten Wespennester und unzähligen Fehlalarme durch örtliche Brandmeldeanlagen, qualmende Schornsteinen und orange Straßenbeleuchtung, die für Feuerschein gehalten wurden. Aber gelegentlich wird eine Feuerwehr auch wegen eines echten Brandes gerufen: Vom Heckenbrand - über diverse brennende PKW und LKW auf der Autobahn und Landstraße - Gebäudebrände mit und ohne Personengefährdung - bis zum Friteusenbrand im örtlichen Freizeitpark.
Die längsten und zehrendsten Einsätze waren mit Sicherheit die beiden Hilfeleistungen im Juni an der Elbe im Bereich Dannenberg und Tripkau. Mit 13 Kameradinnen und Kameraden kam man hier auf insgesamt 848 Einsatzstunden, der Spitzenwert lag hier bei 150 Stunden bei einem einzelnen Feuerwehrmitglied. Anerkennung gilt hier immer wieder den betreffenden Familien und Arbeitgebern.
In den letzten Jahren unterstützte die Hodenhagener Feuerwehr auch immer wieder den Survivalrun im Serengetipark, indem Streckenposten besetzt, Hindernisse noch schwieriger gemacht wurden, als sie ohnehin waren und am Ende allen Läufern ein warmer Regen durch eine innovative Duschanlage ermöglicht wurde.

Im vergangenen Jahr konnte vier Neuaufnahmen verzeichnet werden: Annika Blume, Sabine Prenzel, Katja Ueltzen und Christian Fieweger wurden neu in die Aktive Wehr aufgenommen.

Jugendfeuerwehrwart Markus Frach sprach ebenfalls von einem abwechslungsreichen Jahr. Theoretische Ausbildung, Gemeinde- und Kreiswettbewerbe, Umweltaktionen, Experimente im "Feuerlabor" und als Highlight im Sommer das Feuerwehr-Kreiszeltlager in Munster mit spannenden Wettkämpfen und waschechtem Lagerleben - beschrieben die Dienste der Hodenhagener Jugendfeuerwehr des vergangenen Jahres. Frach dankte allen Unterstützern der Jugendwehr, seinem Stellvertreter Matthias Seite und dem finanziellen Unterstützer Erich Henke.

Als Gruppenführer berichtete Lars Dehnbostel - auch im Namen seiner beiden Funktions-Kameraden Nadine Leseberg und Thomas Seite - von Übungsdiensten und Einsätzen. Mit den Nachbarwehren Ahlden und Eickeloh führte man gemeinsame Ausbildungsdienste zum Thema Brandeinsätze und Technischer Hilfeleistung durch. Neben vielen anstrengenden und lehrreichen Diensten kam aber auch die Kameradschaft nicht zu kurz. Dehnbostel ließ die Aktionstage Revue passieren, an denen man es sich auch einmal hat gutgehen lassen, wie beim Grünkohlessen, einer Radtour und einer Weihnachtsmarktparty.

kl DSC 0567Dieter Müller wurde vom Ortsbrandmeister Anerkennung für seine 11 Jahre in der Funktion als Gerätewart ausgesprochen. Mit einem kleinen Video demonstrierte er allen Teilnehmern der Jahreshauptversammlung die Wirkungsweise der neu angeschafften Schaumpistole für die Schnellangriffeinheit auf dem Löschgruppenfahrzeug. Damit ist die Hodenhagener Feuerwehr in der Lage, auch ohne angeschlossene Wasserversorgung einen Schaumteppich zu legen, wenn die Einsatzumstände dies verlangen.

An den erst wenige Tage zurückliegende Gebäudebrand in Grethem erinnerte Stefan Leseberg in seiner Funktion als Atemschutzgerätewart. Er dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihren Mut, auch ein brennendes Gebäude zu betreten. Leseberg betreut in Hodenhagen 18 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger.

Als Frauenbeauftragte fühlte sich Adelheid Dehnbostel mit ihrem Team seit nunmehr 20 Jahren für das Wohl der Truppe verantwortlich - bei Altpapiersammlungen genauso wie an den Kameradschaftsaktionstagen oder die essbare Weihnachtsdekoration im Feuerwehrhaus. Mit den informativen Aushängen im Schaukasten am Hodenhagener Feuerwehrhaus hielt sie die Hodenhagener in Sachen Feuerwehr stets auf dem Laufenden. Seit 17 Jahren kümmerte sich die Frauenbeauftrage auch um die Jahreschronik. Zeitungsartikel, Berichte und Fotos über Einsätze, Dienste und Aktionstage verarbeitete sie jedes Jahr zu einer beachtlichen Sammlung, die von allen Mitgliedern begeistert als Jahresrückblick herbeigesehnt werden. Adelheid Dehnbostel hat diese Aufgabe nun in die Hände der Kameradin Annika Blume gegeben.

Der Präsident der 1997 gegründeten Altersgruppe, Klaus Plesse, ließ jeden Ortsbrandmeister neidisch werden, als er von der Dienstbeteiligung seiner 11 Kameradinnen und Kameraden umfassenden Gruppe erzählte. Von über 83% Anwesenheit kann ein Ortsbrandmeister halt nur träumen. Auf eigenen Wunsch Wechselte Harald Remmert in die Altersabteilung. Achim Ueltzen sprach ihm Dank für 48 Jahre Dienst in der Jugendfeuerwehr und in der Einsatzabteilung.

Kreisbrandmeister Uwe Quante überreichte die "Hochwassermedaillen" an die Helfer des Elbehochwassers, die diese bei der Dankesveranstaltung im November nicht persönlich entgegennehmen konnten.
Quante lobte die Lehrgangsergebnisse bis hin zur Höchstpunktzahl. Als bemerkenswert bezeichnete er zudem das Engagement der Hodenhagener Wehr, mit der außergewöhnlichen Werbeaktion im lokalen Supermarkt neue Kameraden zu werben. Potenzielle neue Mitglieder sollten auch an die Hand genommen werden, um sie für das Ehrenamt zu begeistern.

Thomas Zimmermann richtete seine Anerkennung an die Hodenhagener Kameraden aus, die sich besonders auf Samtgemeindeebene einbringen. Hergen Braasch hat den Internetauftritt der Samtgemeindefeuerwehren ein völlig neues und modernes Gesicht gegeben. Nadine Leseberg hat mit ihrem Team die Kleiderkammer durch das Etikettieren der Einsatzkleidung neu strukturiert. Das neue aktive Feuerwehrmitglied Katja Ueltzen übernahm das Amt der Schriftführerin im Gemeindekommando.

Folgende Kameradinnen und Kameraden wurden aufgrund ihrer Teilnahme an Lehrgängen, Dienstbeteiligung und nach Erreichen der erforderlichen Mindestdienstzeit befördert:
Jessica Behne (Feuerwehrfrau), Hergen Braasch (Oberfeuerwehrmann), Martin Ralf (Oberfeuerwehrmann), Philip Tarlton (Oberfeuerwehrmann), Nicole Janz (Hauptfeuerwehrfrau), Alexander Prenzel (Brandmeister).

Login Form