Jahreshauptversammlung der FFW Grethem-Büchten 2017

 

Fast ein viertel Jahrhundert Ortsbrandmeister. Hermann Weber legt nach 24 Jahren das Amt nieder.

"Kurz und knackig", mit vielen Zahlen, Daten und Fakten gespickt - so kennen die Teilnehmer und Gäste der Jahreshauptversammlung der Grethem-Büchtener Feuerwehr die alljährliche Veranstaltung. Dieses Mal wurden Sie eines Besseren belehrt: Ortsbrandmeister Hermann Weber legt nach 24 Jahren das Amt nieder und berichtete ausführlich und kurzweilig über fast ein viertel Jahrhundert Grethem-Büchtener Feuerwehrgeschichte.

25 aktive Kameraden und eine Kameradin gehören der Ortsfeuerwehr Grethem-Büchten an. Somit sind 5,4% der Einwohner im Brandschutz engagiert. Um es noch anschaulicher auszudrücken: Auf jedes aktive Feuerwehrmitglied entfallen 29 Einwohner! Das Durchschnittalter liegt bei knapp über 40 Jahren.

Insgesamt wurden bei 38 Diensten 1.756 Stunden geleistet. Zwei Einsätze zählte die nüchterne Einsatzstatistik in 2016. Die Dienstbeteiligung lag bei über 60 % und ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Dass dies nicht nur in Grethem so ist, wissen wir. Daran müssen fast alle Feuerwehren arbeiten!

Zwei Lehrgänge wurden besucht. Jannik Meyer besuchte den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang und Kai Dinges schloss den Truppmann I als Lehrgangsbester ab.

Nachdem das Grethem-Büchtener Feuerwehrfahrzeug (TSF = Tragkraftspritzenfahrzeug) am 01.Oktober 2016 durch einen Unfall einsatzuntauglich wurde, bot die Nachbarwehr Ahlden Ihren Einsatzleitwagen als Ersatzfahrzeug an, so dass man bis zur Reparatur des TSF nicht ohne Einsatzfahrzeug dastand. Dass sich diese 2 1/2 Monate hinzog - damit hat keiner gerechnet. Hier richtete die Grethem-Büchtener Feuerwehr einen besonderen Dank an ihre Nachbarwehr Ahlden!

Nach vier Amtszeiten stellte sich Hermann Weber nicht mehr als Ortsbrandmeister zur Verfügung. Auch Johannes Meyer, der stellvertretende Ortsbrandmeister, stand nicht zur Wiederwahl. Kai Dinges wurde von den anwesenden Kameraden zum Ortsbrandmeister gewählt, Julian Eggers zu seinem Stellvertreter. Schriftführer ist Stefan Gohde-Weber, als Atemschutzgeräteträgerwart und Gerätewart wurde Christoph Jobst gewählt. Das Amt des Kassenprüfers hat Cord Kraul inne.

Hermann Weber bekam von „seiner“ Feuerwehr feierlich die höchste Auszeichnung überreicht: Er wurde zum "Feuerwehrmann des Jahrtausends" ernannt.

Im Anschluss ließ Weber seine Zeit in der Feuerwehr Grethem-Büchten mit emotionalen Bildern und Geschichten aber auch mit kritischen Worten Revue passieren. Hermann Weber hat in seiner Amtszeit fünf Gemeindebrandmeister erlebt, vier Kreisbrandmeister, vier Samtgemeinde-Bürgermeister und zwei Bürgermeister der Gemeinde. Es gab viele einschneidende Erlebnisse. Vor seiner Wahl zum Ortsbrandmeister hat Weber die Jugendfeuerwehr Grethem-Büchten aufgebaut und betreut. So war die örtliche Jugendfeuerwehr eine der ersten, die eine Patenschaft zu einer Jugendfeuerwehr aus der ehemaligen DDR aufgebaut hat. Und dies wurde in der Ortswehr nicht nur positiv aufgefasst. Auch nach der Wahl zum Ortsbrandmeister 1993 gab es Veränderungen in der Feuerwehr, die nicht jeder Kamerad mitgetragen hatte.

Doch auch schwierige Zeiten wurden gut gemeistert. „Einsatzhighlights“ durften beim Rückblick nicht fehlen: An das „Deichen in Eilte“ Ende 1993 am Silverstertag konnte man sich gut erinnern: Anstatt entspannt das alte Jahr zu verabschieden, packte man mit den Kameraden aus der Samtgemeinde acht Stunden Sandsäcke und den verstärkte den Deich. Auch das Jahr 1995 blieb in besonderer Erinnerung: Mit acht Brandeinsätzen und drei technischen Hilfeleistungen war eines der ereignisreichsten der Grethemer Feuerwehrgeschichte. Unter anderem erinnere man sich an den Brand auf dem Truppenübungsplatz in Munster und den 16 stündigen Einsatz nach einem Blitzschlag auf einem Gestüt in Hörem. Ebenso die Brände am 28.12.2012 im Sägewerk und auf den Tag genau ein Jahr später im Wohnhaus daneben sind erinnerungswürdig.

Doch nicht nur das Positive, sondern auch seine wohl schlechteste Entscheidung seiner Amtszeit wurden beleuchtet. "Ich ärgere mich noch immer, dass ich bei dem Wunsch meiner Feuerwehr Grethem-Büchten ein TSF-W als Ersatzbeschaffung für das ausscheidende TSF nicht standhaft geblieben bin", so der ausscheidende Ortsbrandmeister. In den Augen Webers ist das TSF-W das einzig sinnvolle Fahrzeug einer Feuerwehr mit Grundausstattung. (Erläuterung: Ein Tragkraftspritzenfahrtzeug (TSF) mit dem Zusatz "W" steht für ein Einsatzfahrzeug mit Wassertank) Hier habe er dem Druck der Samtgemeinde nachgegeben. „Aber woher wisse denn ein Gemeindebrandmeister war die Ortswehr tut und braucht?“ - In seinen 24 Jahren Amtszeit habe er es nur bei einem Gemeindebrandmeister erlebt, dass dieser mal zu einfachen Ausbildungsdiensten der Feuerwehr erschienen ist - und das auch nur zwei Mal! "Kein anderer habe sich im laufenden Betrieb mal blicken lassen!“

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahlden 2017

Fehlalarme werden zum großen Ärgernis
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahlden

Mit kritischen Worten begrüßt Ortsbrandmeister Mario Müller die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahlden. Mangelnde Dienstbeteilung und elf Fehlalarme einer (!) Brandmeldeanlage waren für Müller im vergangenen Jahr ein großes Ärgernis. „Wir müssen einsatzbereit sein! Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit! Der Hilfesuchende erwartet unsere Hilfe. Das geht nur mit einer guten Ausbilung. Es darf aber auch nicht sein, dass auf Kosten der Ehrenamtlichen Wartungs- oder Optimierungskosten von Brandmeldeanlagen eingespart werden.“, ermahnte der Ortsbrandmeister.
Gleich am zweiten Tag des neuen Jahres 2016 wurde die Ahldener Feuerwehr zu einem brennenden Adventsgesteck gerufen. Nach einem brennenden Topf auf einem Herd in Hodenhagen und einem Heckenbrand in Ahlden, folgte der wohl ungewöhnlichste Schornsteinbrand der örtlichen Feuerwehrchronik: Sechs Stunden waren die freiwilligen Helfer im Einsatz, einen Schornsteinbrand in Grethem unter Kontrolle zu bekommen. Im Jahresverlauf folgten noch ein überhitzter Wasserkocher und ein brennender LKW in der Ahldener Einsatzstatistik. Insgesamt wurden die 40 Ehrenamtlichen zu 14 Hilfeleistungen und 17 Brandeinsätzen alarmiert.
Bei 77 Einsätzen und Diensten leisteten die Ehrenamtlichen insgesamt 2402 Stunden freiwillige und unbezahlbare Arbeit. Hierbei sind Lehrgänge, Dienstvorbereitungen, Besprechungen und Sitzungen im Ortskommando, die Arbeit der Gerätewarte zur Pflege der Fahrzeuge und Ausrüstungen, einschließlich des Feuerwehrhauses und der Außenanlage noch nicht einmal eingerechnet.

Auch hinter der Ahldener Jugendfeuerwehr liegt ein Jahr voller Spiel, Spaß und Feuerwehr. Die zehn Mädchen und fünf Jungen verbrachten eine tolle Woche im Kreiszeltlager in Bad Fallingbostel, nahmen an Wettbewerben teil und unterstützten die aktive Wehr bei Veranstaltungen im Ort. Auch ein Weihnachtsbaumverkauf wurde organisiert und war ein voller Erfolg. Jugendwart Andre Eggeling berichtete stolz, dass vier Jugendfeuerwehrmitglieder die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr, die Leistungsspange, verliehen bekommen haben. Eggeling dankte am Ende seines Berichtes allen Aktiven und dem Förderverein für verlässliche Unterstützung und hofft, dass mehr Kinder und Jugendliche den Weg in die Jugendfeuerwehr finden.

Im Rahmen der Versammlung wurde Michael Gronau zum Gerätewart gewählt, Sascha Kochius wird ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Vanessa Edler und Jennifer Edler wurden von Ortsbrandmeister Müller zur Feuerwehrfrau befördert, Justin Schwarz zum Feuerwehrmann. Alle drei haben in 2016 erfolgreich den Lehrgang „Truppmann Teil 1“ absolviert. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde die stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin Jovita Gronau-Korz befördert. Sven Kothe darf sich nun Oberfeuerwehrmann nennen. Lukas Bösche wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Lydia Hoffmann, Josefine Kothe und Raffael Ahlden absolvierten verschiedene Lehrgänge auf Kreisebene. Auf Landesebende bildeten sich Lukas Bösche, Sven Kothe und Mario Müller weiter. Edith Mahler wurde im Rahmen der Versammlung für die jahrelange Unterstützung bei der Raumpflege im Feuerwehrhaus einen Präsentkorb überreicht, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön.

Die Gäste aus Rat und Verwaltung und der Kreisfeuerwehr hatten viele lobende und dankende Worte für die Arbeit in der Ahldener Feuerwehr. Besonderer Dank für Verständnis und Unterstützung geht insbesondere an die Familien der Feuerwehrkameradinnen und Kameraden.

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