Samtgemeinde Dienstversammlung 2017


GRETHEM (dl). Bei der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Ahlden am Freitag in Grethem lag „Musik in der Luft“: Die Feuerwehrmusikkapelle Eilte unter Leitung von Dietmar Dunker eröffnete die Versammlung.

Danach gab Gemeindebrandmeister Alexander Prenzel den Takt an. In seinem Jahresbericht wies er darauf hin, dass in der Feuerwehr zwar gute Ausrüstung und gut ausgestattete Fahrzeuge sehr wichtig seien, aber letztlich seienes immer die Menschen, die retten. Prenzel zeigte sich zufrieden über die Freiwilligen, die in den sechs Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Ahlden ihren Dienst leisten. Insgesamt waren zum 31. Dezember vergangenen Jahres 173 Feuerwehrkameraden und 37 Kameradinnen in den Wehren der Samtgemeinde aktiv. Im Vergleich zum Vorjahr waren das elf Aktive mehr. Die Verteilung in den Altersgruppen kann sich sehen lassen: Bei den unter 20-Jährigen leisten 19 Aktive Dienst (fünf mehr als im Vorjahr), 40 im Alter von 21 bis 27 Jahren und immerhin 60 Ehrenamtliche im Alter von 28 bis 40 sowie 39 im Alter von 41 bis 50 sind aktiv dabei. Bei den über 50-Jährigen sind es immer noch 50 aktive Feuerwehrkameraden. Auch für den nötigen Nachwuchs in der Feuerwehr sei gesorgt. Mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr in Hodenhagen will man wie bereits in Hademstorf schon die Jüngsten ab sechs Jahren begeistern.

Einen Wechsel nach insgesamt 24 Jahren gab es im Kommando der Ortsfeuerwehr Grethem-Büchten. Der neue Ortsbrandmeister Kai Dinges sowie sein Stellvertreter Julian Eggers werden in der nächsten Ratssitzung offiziell in ihr Amt eingeführt. Mit dem Blick in die Zukunft gerichtet, so Prenzel, habe man sich auch im Gemeindekommando viele Gedanken gemacht. „2017 tut sich was“, versprach er. Gemeint waren vor allem der geplante Neubau in Hodenhagen und die vorliegenden Bedarfspläne, um die sich nun die Politik kümmern müsse. Prenzel sagte dies mit einem Blick auf den neuen Samtgemeindebürgermeister Carsten Niemann, der in diesem Jahr zum ersten Mal an einer Mitgliederversammlung der Gemeindefeuerwehr Ahlden teilnahm. Anschließend blickte der Gemeindebrandmeister noch einmal ins abgelaufene Jahr zurück und berichtete über insgesamt 125 Einzelalarmierungen, die zu 89 Einsätzen führten. 24 Brandbekämpfungen und 45 technische Hilfeleistungen vor allem bei Verkehrsunfällen zeigt die Statistik. Besonders bemerkenswert war die tierärztliche Unterstützung im Serengeti-Park, bei der die Wärmebildkamera bei der Untersuchung eines Elefanten helfend eingesetzt werden konnte.

Nach einer von mehreren musikalischen Einlagen der Feuerwehrmusiker aus Eilte fügte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Kai Rosemann die Statistik zu den besuchten Lehrgängen an und appellierte an alle aktiven Feuerwehrleute, die zugeteilten Lehrgänge auch wahrzunehmen. Gemeindejugendfeuerwehrwart Ive Böse berichtete über 37 Jungen und 25 Mädchen mit einem Altersdurchschnitt von 13,29 Jahren in fünf aktiven Jugendortsfeuerwehren. Er appellierte an die aktiven Kameraden, die Jugendarbeit nicht nur mit gut gemeintenRatschlägen, sondern auch mit helfenden Händen zu unterstützen. Besonderen Beifall erhielt Böse für die Aussage, dass in den vergangenen Jahren immerhin 45 Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr an die Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehrenabgegebenwerden konnten. Dies entspräche der Stärke von zwei Ortsfeuerwehren. Die Kinderfeuerwehr in Hademstorf verfügt über neun Mitglieder. Die neu gegründete Kinderfeuerwehr in Hodenhagen zähle zurzeit 25 Kinder. Samtgemeindebürgermeister Niemann sprach die Zukunft der Gemeindefeuerwehr Ahlden an. „Investitionen von heute geben die Richtung vor“, sei er sich sicher und wies auf eine „offene Tür für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Eickeloh“ hin. Auch die in Planung befindliche Wache in Hodenhagen weise den Weg, wie man in Zukunft aufgestellt sein müsse. Er wisse, dass Feuerwehr „nicht irgendein Job sei, sondern eine Berufung“ – und, nicht zu vergessen, immer noch ein Ehrenamt. Die Feuerwehr müsse in der Gesellschaft mehr in den Fokus gerückt werden und nicht als selbstverständlich wahrgenommen werden. Es gelte, sich stark in der Kinder- und Jugendarbeit zu engagieren und schon den Grundschulen thematische Angebote zu machen. Weiterhin müsse man mit den Arbeitgebern der aktiven Kameraden sprechen, um die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte zu erhöhen.
Im Anschluss an die Berichte fanden die Ehrungen verdienter Kameraden sowie die Beförderung von Alexander Prenzel zum Hauptbrandmeister und Kai Rosemann zum Oberbrandmeister statt. Eine herausragende Auszeichnung erhielt Dietmar Dunker (Feuerwehr Eilte) vom Landesfeuerwehrverband aus den Händen von Richard Meyer (stellvertretender Verbandsvorsitzender) für sein 50-jähriges Engagement in der Feuerwehr als aktiver Kamerad und Leiter der Feuerwehrmusikkapelle Eilte. Dunker, der völlig überrascht wurde von dieser Ehrung, zeigte sich besonders geehrt. Meyer erinnerte an zahlreiche musikalische Höhepunkte, die im Laufe der vergangenen Jahrzehnte von Dunker geprägt wurden. Er habe damit „ein Stück Feuerwehrgeschichte geschrieben“. Weiterhin wurden Norbert Singpiel aus Hodenhagen für 50 Jahre Mitgliedschaft und Hermann Weber aus Grethem-Büchten für 40 Jahre geehrt. 25 Jahre sind Torsten Wolf aus Ahlden und Thomas Seite aus Hodenhagen Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr.

Text: Doris Lawrenz, Walsroder Zeitung
Foto: Feuerwehr Samtgemeinde Ahlden

Jahreshauptversammlung der FFW Grethem-Büchten 2017

 

Fast ein viertel Jahrhundert Ortsbrandmeister. Hermann Weber legt nach 24 Jahren das Amt nieder.

"Kurz und knackig", mit vielen Zahlen, Daten und Fakten gespickt - so kennen die Teilnehmer und Gäste der Jahreshauptversammlung der Grethem-Büchtener Feuerwehr die alljährliche Veranstaltung. Dieses Mal wurden Sie eines Besseren belehrt: Ortsbrandmeister Hermann Weber legt nach 24 Jahren das Amt nieder und berichtete ausführlich und kurzweilig über fast ein viertel Jahrhundert Grethem-Büchtener Feuerwehrgeschichte.

25 aktive Kameraden und eine Kameradin gehören der Ortsfeuerwehr Grethem-Büchten an. Somit sind 5,4% der Einwohner im Brandschutz engagiert. Um es noch anschaulicher auszudrücken: Auf jedes aktive Feuerwehrmitglied entfallen 29 Einwohner! Das Durchschnittalter liegt bei knapp über 40 Jahren.

Insgesamt wurden bei 38 Diensten 1.756 Stunden geleistet. Zwei Einsätze zählte die nüchterne Einsatzstatistik in 2016. Die Dienstbeteiligung lag bei über 60 % und ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Dass dies nicht nur in Grethem so ist, wissen wir. Daran müssen fast alle Feuerwehren arbeiten!

Zwei Lehrgänge wurden besucht. Jannik Meyer besuchte den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang und Kai Dinges schloss den Truppmann I als Lehrgangsbester ab.

Nachdem das Grethem-Büchtener Feuerwehrfahrzeug (TSF = Tragkraftspritzenfahrzeug) am 01.Oktober 2016 durch einen Unfall einsatzuntauglich wurde, bot die Nachbarwehr Ahlden Ihren Einsatzleitwagen als Ersatzfahrzeug an, so dass man bis zur Reparatur des TSF nicht ohne Einsatzfahrzeug dastand. Dass sich diese 2 1/2 Monate hinzog - damit hat keiner gerechnet. Hier richtete die Grethem-Büchtener Feuerwehr einen besonderen Dank an ihre Nachbarwehr Ahlden!

Nach vier Amtszeiten stellte sich Hermann Weber nicht mehr als Ortsbrandmeister zur Verfügung. Auch Johannes Meyer, der stellvertretende Ortsbrandmeister, stand nicht zur Wiederwahl. Kai Dinges wurde von den anwesenden Kameraden zum Ortsbrandmeister gewählt, Julian Eggers zu seinem Stellvertreter. Schriftführer ist Stefan Gohde-Weber, als Atemschutzgeräteträgerwart und Gerätewart wurde Christoph Jobst gewählt. Das Amt des Kassenprüfers hat Cord Kraul inne.

Hermann Weber bekam von „seiner“ Feuerwehr feierlich die höchste Auszeichnung überreicht: Er wurde zum "Feuerwehrmann des Jahrtausends" ernannt.

Im Anschluss ließ Weber seine Zeit in der Feuerwehr Grethem-Büchten mit emotionalen Bildern und Geschichten aber auch mit kritischen Worten Revue passieren. Hermann Weber hat in seiner Amtszeit fünf Gemeindebrandmeister erlebt, vier Kreisbrandmeister, vier Samtgemeinde-Bürgermeister und zwei Bürgermeister der Gemeinde. Es gab viele einschneidende Erlebnisse. Vor seiner Wahl zum Ortsbrandmeister hat Weber die Jugendfeuerwehr Grethem-Büchten aufgebaut und betreut. So war die örtliche Jugendfeuerwehr eine der ersten, die eine Patenschaft zu einer Jugendfeuerwehr aus der ehemaligen DDR aufgebaut hat. Und dies wurde in der Ortswehr nicht nur positiv aufgefasst. Auch nach der Wahl zum Ortsbrandmeister 1993 gab es Veränderungen in der Feuerwehr, die nicht jeder Kamerad mitgetragen hatte.

Doch auch schwierige Zeiten wurden gut gemeistert. „Einsatzhighlights“ durften beim Rückblick nicht fehlen: An das „Deichen in Eilte“ Ende 1993 am Silverstertag konnte man sich gut erinnern: Anstatt entspannt das alte Jahr zu verabschieden, packte man mit den Kameraden aus der Samtgemeinde acht Stunden Sandsäcke und den verstärkte den Deich. Auch das Jahr 1995 blieb in besonderer Erinnerung: Mit acht Brandeinsätzen und drei technischen Hilfeleistungen war eines der ereignisreichsten der Grethemer Feuerwehrgeschichte. Unter anderem erinnere man sich an den Brand auf dem Truppenübungsplatz in Munster und den 16 stündigen Einsatz nach einem Blitzschlag auf einem Gestüt in Hörem. Ebenso die Brände am 28.12.2012 im Sägewerk und auf den Tag genau ein Jahr später im Wohnhaus daneben sind erinnerungswürdig.

Doch nicht nur das Positive, sondern auch seine wohl schlechteste Entscheidung seiner Amtszeit wurden beleuchtet. "Ich ärgere mich noch immer, dass ich bei dem Wunsch meiner Feuerwehr Grethem-Büchten ein TSF-W als Ersatzbeschaffung für das ausscheidende TSF nicht standhaft geblieben bin", so der ausscheidende Ortsbrandmeister. In den Augen Webers ist das TSF-W das einzig sinnvolle Fahrzeug einer Feuerwehr mit Grundausstattung. (Erläuterung: Ein Tragkraftspritzenfahrtzeug (TSF) mit dem Zusatz "W" steht für ein Einsatzfahrzeug mit Wassertank) Hier habe er dem Druck der Samtgemeinde nachgegeben. „Aber woher wisse denn ein Gemeindebrandmeister war die Ortswehr tut und braucht?“ - In seinen 24 Jahren Amtszeit habe er es nur bei einem Gemeindebrandmeister erlebt, dass dieser mal zu einfachen Ausbildungsdiensten der Feuerwehr erschienen ist - und das auch nur zwei Mal! "Kein anderer habe sich im laufenden Betrieb mal blicken lassen!“

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